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Was bringt mir ein freiwilliges Praktikum im Ausland?

Wer ein Praktikum absolvieren möchte, ohne dies verpflichtend im Rahmen einer Ausbildung zu müssen, tut dies in der Regel aus eigenem Antrieb. Ziel ist, die eigenen Berufschancen zu steigern. Die Vorteile eines freiwilligen Praktikums im Ausland: Du erhältst die Chance, Auslandsluft zu schnuppern, interkulturelle Kompetenzen zu erwerben und z.B. deine Sprachkenntnisse zu verbessern. Während du beim Pflichtpraktikum an die Schul- oder Studienordnung gebunden bist, kannst du ein freiwilliges Praktikum im Ausland zwangloser planen und individueller gestalten.

 

Dauer/Zeitraum

Tipps

Auf www.auslandspraktikum.de findest du zahlreiche Infos zum Thema

Nicht wer alt ist, weiß viel, sondern wer viel herumgekommen ist. (Türkisches Sprichwort) 

Die berufliche Orientierung im Ausland kann während der Schulzeit, sowie vor, während oder nach dem Studium oder der Ausbildung stattfinden. Ein freiwilliges Praktikum im Ausland bietet mehr Flexibilität bei der Planung und Durchführung, da du zum Beispiel den Bereich und häufig die Dauer selbst bestimmen kannst.

Optional können Schüler:innen in den Ferien und Auszubildende während ihres Urlaubs ein Orientierungs-Praktikum absolvieren. Studierende haben den Vorteil, ein Urlaubssemester beantragen zu können. Ein freiwilliges Auslandspraktikum kann zwischen einigen Wochen bis zu mehreren Monaten andauern. 

Wo findet man eine Praktikumstelle?

Fakten

  • Zur beruflichen Orientierung
  • Für Studierende, die kein Pflichtpraktikum ablegen müssen
  • Berufschancen steigern; Soft Skills erlangen
  • Wahl zwischen Vermittlungsagentur oder eigenständiger Suche
  • Förderprogramme/Stipendien, um Kosten teilweise zu decken

Für die Organisation und Durchführung eines freiwilligen Praktikums gibt es zwei Möglichkeiten: Du kannst über Agenturen geeignete Praktikumsstellen finden oder dich selbst um die Organisation kümmern. Attraktive Stellengangebote für Sozial- und Geisteswissenschaftler:innen bieten z.B. die Landesbüros politischer Stiftungen (Friedrich-Ebert Stiftung, Kondrad Adenauer Stiftung etc.) oder das Goethe-Institut. Die Stellen sind begrenzt und sehr begehrt. Eine Bewerbung mit viel Vorlauf (teilweise mind. 1 Jahr vorher) macht Sinn. 

Es gibt darüberhinaus diverse Suchbörsen im Internet, die interessant sind für diejenigen, die gerne in einer bestimmten Branche ein Praktikum absolvieren möchten. Hier lohnt ein Blick auf UNICUM. Oft schreiben Unternehmen (u.a. auch im Informatik- und Ingenieurbereich) auf ihrer Homepage unter der Rubrik „Jobs und Karriere“ freiwillige Praktikumsstellenaus aus. Die Career Center der Universitäten sind ebenso eine gute Anlaufstelle, um sich Informationen einzuholen.

 

Tipps für Bewerbungen

Für Bewerbungsanschreiben innerhalb Europas gibt es ein vereinheitlichendes Bewerbungsmodell, den Europass, an welchem man sich orientieren kann. Für zukünftige Praktikant:innen, die ihre berufliche Orientierung im Ausland planen, ist außerdem ein Profil bei LinkedIn oder Xing empfehlenswert. 

Ganz gleich für welche Branche du dich entscheidest, solltest du dich vorab über die an der Praktikumsstelle gesprochene Sprache bzw. erforderliche Sprachkenntnisse erkundigen. Du solltest darauf vorbereitet sein, dass ein Bewerbungsgespräch (oftmals online) auf Englisch stattfindet.

 

Bezahlung und Finanzierung des Auslandspraktikums

In der Regel ist keine oder nur eine geringe Praktikumsvergütung für ein freiwilliges Auslandspraktikum vorgesehen. Dennoch ist ein Praktikum alles andere als Zeitverschwendung. Unbedingt solltest du ein Praktikumszeugnis anfordern. Das ist die Eintrittskarte für zukünftige Jobangebote. Je nachdem, ob das Praktikum über eine Vermittlungsagentur oder eigenständig gesucht wird, können die entstehenden Kosten stark variieren. Dass Kosten etwa für An- und Abreise, Unterkunft und Lebenshaltung anfallen, solltest du bei deiner Planung in jedem Fall berücksichtigen. 

Es gibt zahlreiche Stipendien und Förderprogramme (u.a. DAAD, Carlo Schmidt, Erasmus +), die Auslandspraktika bezuschussen. So kann ein Teil der Kosten, die während des Aufenthalts anfallen, abgedeckt werden. Interessierte können sich oft durch politisches bzw. ehrenamtliches Engagement oder ein besonderes Sprachtalent durchaus ein Stipendium sichern. Einen Versuch ist es allemal wert!

 

(Bildquelle: Pixabay / StartupStockPhotos)

Berufseinstiegs-Chancen steigern

Viele Branchen setzen mittlerweile bei ihren Angestellten erste Arbeitserfahrung durch ein oder mehrere Praktika sowie Auslandserfahrungen voraus. Besonders Geisteswissenschaftler:innen sollten vor dem Berufseinstieg mindestens ein Praktikum absolvieren, um ihre Berufs- bzw. Einstiegschancen zu steigern – umso besser, wenn sie es mit einem Auslandsaufenthalt kombinieren. Wenn dein Studium kein vorgeschriebenes Praktikum vorsieht, solltest du es zeitlich sinnvoll einplanen. 

Zusammenfassung



Altersgrenze:

ab 16 Jahren; keine Altersbegrenzung (je nach Branche)

Einsatzdauer:

Wenige Wochen bis zu mehreren Monaten

Zielländer:

Europäische Länder und weltweit

Freie Plätze:

Je nach Branche

Bewerbungsaufwand:

Mittel; Für Stipendien zusätzlicher Bewerbungsaufwand

Finanzielle Eigenkosten:
  • Unterkunft
  • Verpflegung
  • Reisekosten
  • Auslandsversicherung
  • Bei Buchung über Agentur zusätzliche Kosten
Finanzielle Förderungen:

Stipendien und Förderprogramme

Arbeitsbereich:

Alle Branchen (Medzin, Sozialer Bereich, Journalismus, Ingenieurswesen, etc.)