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Was ist ein Pflichtpraktikum?

Ein Pflichtpraktikum wird von deiner Ausbildungsinstitution vorgeschrieben. Es ermöglicht dir bereits während deines Studiums erste, offiziell anerkannte praktische Erfahrungen zu sammeln. Das Pflichtpraktikum bzw. Praxissemester ist mittlerweile fester Bestandteil zahlreicher Studiengänge! Häufig ist auch für Schüler:innen ein Praktikum zur beruflichen Orientierung im Lehrplan vorgesehen. Warum also das Praktikum nicht im Ausland absolvieren und dadurch mit der begehrten Soft Skill Auslandserfahrung kombinieren? Im Ausland Berufserfahrung sammeln – das ist eine einmalige Chance.

Ein Pflichtpraktikum im Ausland ermöglicht dir das zeitgleiche Aneignen neuer Sprachkenntnisse und wertvoller interkultureller Kompetenzen. Damit ausgestattet, wirst du bei deiner nächsten Bewerbung garantiert punkten!

Vorgegebene Rahmenbedingungen für ein Pflichtpraktikum

Tipps

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Die besten Entdeckungsreisen macht man, indem man die Welt mit anderen Augen betrachtet. Marcel Proust

Die Dauer des Pflichtpraktikums kann je nach Studiengang und Fachrichtung variieren. In der Studienordnung ist festgelegt, in welchem Semester und wie lange das vorgeschriebene Praktikum absolviert werden soll. Es kann über einige Wochen bis zu einem ganzen Praxissemester angesetzt sein. Außerdem wird in der Studienordnung festgehalten, welche inhaltlichen Schwerpunkte das Praktikum beinhalten sollte. Nicht selten wird eine Mindestzahl an Arbeitsstunden gefordert.

Immer häufiger setzen Fachhochschulen, Universitäten und Berufsschulen (vor allem im kreativen und sozialen Bereich) für die Immatrikulation ein Vorpraktikum voraus. Ein genauer Blick auf die Zulassungsvoraussetzungen ist deshalb ratsam.

Für Schüler:innen sind meist nur wenige Wochen vorgesehen. Hier wird empfohlen, sich gemeinsam mit den Eltern bei der Schule nach den genauen Vorgaben zu informieren. Vermittlungsagenturen für Auslandspraktika speziell für Schüler:innen sind hier hilfreich.

Ein Nachweis über das Bestehen des Praktikums ist in jedem Fall erforderlich. Eine Anerkennung des Praktikums stellt zumeist das Prüfungsamt aus. Vor Antritt des Praktikums sollte unbedingt geklärt werden, ob das Unternehmen / die Organisation ein Praktikumszeugnis ausstellt, welches auch für die weitere Berufslaufbahn von Bedeutung ist.

Organisation eines Pflichtpraktikums

In vielen Fällen stehen dir an der jeweiligen Fakultät oder Ausbildungsinstitution Praktikumsbetreuer:innen zur Seite. An diese kannst du dich bei Fragen rund um das Pflichtpraktikum im Ausland wenden. Die Betreuer:innen geben Auskunft darüber, ob das geplante Praktikum beispielsweise den Anforderungen der Studienordnung entspricht. Denn am Ende liegt es im Ermessen der Ausbildungsstätte, ob das absolvierte Pflichtpraktikum bewilligt und anerkannt wird. Interessierte sollten unbedingt die jeweiligen Rahmenbedingungen beachten.

Wie finde ich meine Praktikumsstelle - Bereiche, Voraussetzungen, Zielländer?

Fakten

  • Berufliche Erfahrungen mit Auslandsaufenthalt kombinieren
  • Praktika in verschiedenen Branchen 
  • Suche über Vermittungs- und/oder Praktikumsbörsen
  • Förderung möglich

Ein Auslandspraktikum ist generell weltweit möglich, doch eine ausführliche Recherche ist das A und O. Ist das Praktikum z.B. für ein bestimmtes Semester vorgesehen, solltest du etwa ein halbes bis ganzes Jahr im Voraus mit der Planung beginnen. Ein gutes Zeitmanagement kann hilfreich sein - denn du musst dich neben der Stellensuche unter anderem auch um Auslandsversicherung, Unterkunft und Anreise kümmern.

Medizin, Jura, BWL, Ingenieurwesen - das sind klassische Bereiche, in denen ein Pflichtpraktikum erforderlich ist. Aber auch in den Sozial- und Geisteswissenschaften ist es längst keine Seltenheit mehr. Die Internetseite des DAAD gibt einen guten Überblick über fachspezifische Praktikumsmöglichkeiten und -börsen.

Für alle Bereiche gilt: Bei der Vermittlung müssen Fristen für die Bewerbung beachtet werden. Zu unterscheiden ist außerdem: Es gibt sowohl kostenfreie Praktikumsbörsen, als auch gebührenpflichtige Veranstalter für ein individuell geplantes Praktikum im Ausland. Bewerber:innen sollten sich vorab über Sprachkenntnisse (bei größeren Unternehmen ist meistens Englisch Voraussetzung) sowie Visumsbestimmungen erkundigen. Vermittlungsagenturen benötigen bestimmte Unterlagen wie Lebenslauf und Motivationsschreiben, oft auch in englischer Sprache.

Bezahlung und Finanzierung eines Pflichtpraktikums

Die Bezahlung von Praktikant:innen im Ausland wird je nach Zielland unterschiedlich gehandhabt. In den meisten Fällen gibt es keine oder nur eine geringe Vergütung. Es muss damit gerechnet werden, dass die Kosten vollständig oder teilweise selbst übernommen werden müssen, etwa für die An- und Abreise sowie die Unterkunft und Verpflegung.

Schüler:innen kommen in der Regel in Gastfamilien unter. Ratsam ist, sich für ein Stipendium zu bewerben, das einen Teil der Kosten abdeckt. Hier kommen Förderprogramme wie DAAD, Erasmus, PROMOS, oder Stiftungen wie etwa die Robert Bosch Stiftung in Frage. 

Das Auslandsbüro oder der CareerService der Heimat-Universität kann dir ebenfalls eine genaue Auskunft über Förderprogramme geben. Es unterstützt aber auch bei der generellen Organisation eines Auslandsaufenthalts. Zudem besteht die Möglichkeit, Auslands-Bafög zu beantragen. Das Förderprogramm Leonardo richtet sich besonders an junge Menschen, die im Rahmen ihrer Berufsausbildung ins Ausland gehen möchten.

Um eine Auslands- und Sozialversicherung solltest du dich ebenfalls frühzeitig kümmern. Dann steht einem Auslandspraktikum nichts mehr im Wege! Im Ausland Berufserfahrung zu sammeln wird sich in vielerlei Hinsicht auszahlen.

 

(Bildquelle: Pixabay / Unsplash)

Zusammenfassung



Altersgrenze:

Ab 16 Jahren möglich (Schülerpraktikum) bis ins Erwachsenenalte hinein

Einsatzdauer:

wenige Wochen bis zu einem ganzen Praxissemester

Zielländer:

Weltweit, Europa

Finanzielle Förderungen:

Förderprogramme, Stipendien (DAAD, Erasmus, Leonardo etc.)

Bewerbungsaufwand:

relativ hoch

Arbeitsbereich:

Je nach Fachrichtung z.B. BWL, Jura, Medizin, Ingenieurswesen, sozialer Bereich