Folge "Wege ins Ausland" bei Facebook Folge "Wege ins Ausland" auf Instagram

Was ist darunter zu verstehen?

Bei einem bi- oder trinationalen Studiengang ist ein Studienabschnitt an einer oder zwei ausländischen Hochschulen fester Bestandteil des Studiums. Das Auslandsstudium absolvierst du dabei an einer der Partnerhochschulen deiner Heimat-Universität. Diese besondere Studienform bietet dir eine Reihe von Vorteilen: Du erlangst gleich zwei ("Double Degree") oder drei anerkannte Abschlüsse bzw. einen "Joint Degree" – einen gemeinsamen Abschluss aller beteiligten Hochschulen.

Doch das bi- oder trinationale Studium erfordert viel Flexibilität und Organisationstalent. Mit einem solchen Abschluss hebst du dich jedoch auf alle Fälle von der Masse der Job Bewerber/innen ab!

Wo finde ich bi- oder trinationale Studiengänge?

Tipps

 Suchmaschinen:

 

 

Bi- oder trinationale Studiengänge sollen die Mobilität Studierender fördern, zur Internationalisierung von Studium und Lehre beitragen und so die Vernetzung von Hochschulen über Ländergrenzen hinweg ermöglichen. Ein klassisches Doppelabschlussprogramm ist beispielsweise die Deutsch-Französische Hochschule (DFH). Interessierte bewerben sich direkt bei der DFH – einer Dachorganisation, die 169 Hochschulen in Deutschland, Frankreich und anderen Ländern (bei trinationalen Studiengänge) vereint. Auch der DAAD hat ein Netzwerk aus internationalen Hochschulen und fördert Studiengänge mit integrierten Studienaufenthalten im Ausland.

Interessierte können außerdem über spezielle Suchmaschinen nach internationalen Studiengängen suchen und sich einen Überblick verschaffen. Es kann der Bachelor und/oder Master in einem internationalen integrierten Studiengang absolviert werden.

 

 

 

 

Ablauf und Eigenheiten des Studiums

Tipps

Das Arbeitspensum bei dieser Studienform ist enorm - darüber sollten sich potenzielle Bewerber/innen im Klaren sein. Den Studierenden stehen jedoch in der Regel Betreuer/innen zur Seite, sowohl an der deutschen also auch an den ausländischen Universitäten. Diese helfen bei formalen oder organisatorischen Fragen (Umzug, Förderung etc.) weiter. Außerdem wird man durch Vorbereitungsseminare auf die Auslandszeit vorbereitet. 

Die Partnerhochschulen haben zumeist einen gemeinsamen Studienplan erarbeitet. Deshalb sind die zu besuchenden Veranstaltungen an der Partnerhochschule überwiegend festgelegt. Der Arbeitsaufwand bei diesem Studium ist um einiges größer als bei einem gewöhnlichen Studium. Studierende besuchen reguläre Seminare an der ausländischen Partnerhochschule und schreiben die Prüfungen in der Landessprache. Noch in Deutschland werden oft parallel fremdsprachige Seminare und ein Sprachkurs besucht, um sich bestmöglich auf den Auslandsaufenthalt vorzubereiten.

Voraussetzungen und Bewerbungsverfahren

Es müssen auf jedem Fall Fremdsprachkenntnisse der angeforderten Sprachen vorweisen können. Dies sollte nicht unterschätzt werden, da die Sprache ein elementarer Bestandteil des Studiums ist. Oft sind die bi-oder trinationale Studienprogramme sehr begehrt und es gibt nur eine begrenzte Anzahl an Studienplätzen. Die Bewerbung ist aufwendig - es müssen verschiedene Unterlagen eingereicht werden. Motivation und Eignung für das jeweilige Studium müssen deutlich hervorgehen werden. Fristen und Termine findet man auf der hochschuleigenen Website. Erfahrungsberichte von Absolventen/Absolventinnen bieten Orientierung.

Anerkennung der Leistungen

Da der Studiengang/das Studienprogramm jeweils gemeinsam von den Partneruniversitäten in enger Zusammenarbeit entwickelt wird, gibt es auch gemeinsame Kommissionen die für die Anerkennung sowie Ausarbeitung der Leistungen, Zulassungen und Prüfungen zuständig sind. Studierende müssen sich also in der Regel keine Sorgen um die Anerkennung machen. Dennoch ist es empfehlenswert, sich vorab noch einmal bei der deutschen Universität zu erkundigen.

Kosten und Finanzierung

Auf Studierende von bi- oder trinationalen Studiengängen kommen einige Kosten zu. So müssen sie u.a. für die Lebenshaltungskosten, Miete und Studiengebühren im Ausland aufkommen. Diese können je nach Zielland sehr unterschiedlich ausfallen. Teilweise können die Kosten höher als in Deutschland sein. Einige Studiengänge bieten Stipendien für eine gewisse Anzahl an Studienplätze an, weshalb es sich lohnt sich zu informieren (z.B. Erasmus MUNDUS).

Förderprogramme

Tipps

Förderpmöglichkeiten für integrierte internationale Studiengänge:

Der DAAD fördert mehr als 100 internationale Studiengänge. Ein Drittel dieser sind aus den Fachbereichen „Rechts-, Wirtschafts- und Sozialwissenschaften, Sprach- und Kulturwissenschaften sowie den Ingenieurswissenschaften“ - in Großbritannien, China, USA, der Russische Föderation, Polen, Italien und Spanien. Voraussetzung ist, dass man bereits während des Bachelors mindestens 1 Jahr im Ausland, im Master mindestens ein Semester an einer ausländischen Hochschule studiert hat. Daneben besteht die Möglichkeit, sich anderweitig für Stipendien zu bewerben, u.a. über das Programm PROMOS, das Aufenthalte von bis zu 6 Monaten fördert. Ein weiteres bereits bestehendes Netzwerk bieten die von der EU geförderten Erasmus Mundus Joint Master Degrees. Es werden Masterstudiengänge, die an mindestens zwei europäischen Hochschulen stattfinden, für max. 2 Jahre gefördert Zudem können sich Bewerber/innen erkundigen, ob sie Anspruch auf Auslands BAföG haben oder einen Bildungskredit bei der KfW (Kasse für Wiederaufbau) aufnehmen.

 

(Bildquelle: Pixabay / Jacquelynne Kosmicki)

Zusammenfassung



Altersgrenze:

Unterschiedlich

Finanzielle Eigenkosten:
  • Lebenshaltungskosten
  • Reisekosten
  • Studiengebühren
Zielländer:

In Europa und weltweit

Finanzielle Förderungen:

Stipendien (PROMOS, DAAD, Erasmus etc.)

 

Ende der Bewerbungsfrist:

Unterschiedlich; beim jeweiligen Studiengang auf der Hompeage erkundigen

Freie Plätze:

Begrenzt

Bewerbungsaufwand:

Aufwendig

Arbeitsbereich:

Verschiedene Fachbereiche