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Häufige Fragen zum Thema Work and Travel

Du fühlst dich von der Freiheit und Eigenständigkeit eines Backpackers angesprochen? Du bist offen, dir etwas Zeit zu nehmen, um ein neues Land, neue Lebensweisen und neue Menschen kennenzulernen? Dann passt Work and Travel wirklich zu dir!

Hier findest du alle Antworten zu den meistgestellten Fragen rund um das Thema Leben als Work and Traveler.

Was ist Work and Travel?

Work and Travel beschreibt eine einzigartige Form des Reisens, bei der du, kurz gesagt, deinen Auslandsaufenthalt zum Teil mit Gelegenheitsjobs selbst finanzierst.

Eintauchen in die Kultur, abseits der Touristenpfade – genau das ist bei Work and Travel möglich, denn durch das Arbeiten lernst du zusätzlich neue Perspektiven kennen und kommst intensiv mit den Einheimischen in Kontakt. Neben dem Besichtigen von Sehenswürdigkeiten oder dem aktiven Bereisen eines Landes, verdienst du dir beim sogenannten “Jobhopping” ein kleines Gehalt, um nicht auf den entstehenden Kosten sitzenzubleiben.


Was genau bedeutet Jobhopping?


Als Job-Hopper versteht man Arbeitnehmer:innen, die häufig den Arbeitsplatz wechseln.

So ist es auch bei Work and Travel der Fall. Anstatt, dass du ein halbes Jahr arbeitest, um anschließend ein halbes Jahr zu reisen – was natürlich durchaus auch möglich ist – ist es bei Work and Travel allerdings üblicher, nur für eine kurze Zeit angestellt zu bleiben.

Für ein paar Wochen oder wenige Monate an einem Ort bleiben und danach vielleicht zum nächsten Job wechseln oder erst einmal die Zeit am Strand genießen oder die Umgebung erkunden… Diese Flexibilität ist dir stets gewährleistet!!

Wann ist die beste Zeit um ein Work and Travel zu machen?

Work and Travel ist nach dem Schulabschluss, nach dem Studium oder auch während des Berufsleben möglich

Direkt nach dem Abitur oder dem Schulabschluss? Nach dem Studium? Oder während des bereits erfolgreichen Berufslebens?

Work and Travel ist immer dann möglich, wenn es dir am besten passt und du deine Planung sorgfältig abgeschlossen hast – rechne dafür mindestens ein halbes Jahr ein.

Ansonsten gibt es nur noch ein paar wenige, aber wichtige Kriterien, die du erfüllen solltest.

Allem voran das Alter: Dabei gilt ein Mindestalter von 18 und Höchstalter von 25, 30, manchmal aber auch erst 35 Jahren, je nach Zielland. Dafür gibt es verschiedene Gründe, letztendlich lässt es sich aber nicht umgehen, wenn du noch nicht oder nicht mehr in dieser Alterskategorie liegst.

Was brauche ich für Work and Travel?

Wenn die Altersvoraussetzungen auf dich zutreffen, solltest du zudem einen kleinen finanziellen “Notgroschen” zur Seite gelegt haben. Es empfiehlt sich ein Betrag zwischen 2.500-3.000€. Einen Teil davon wirst du schon vor der Reise benötigen, um die Kosten für den Flug, das Visum oder die erste Unterkunft zu decken. Aber auch während deines Auslandsaufenthaltes solltest du für Notfälle etwas Geld parat haben, falls etwas nicht so läuft, wie du es geplant hast.

Auch ein bisschen Papierkram kommt dazu. Um eine Auslandskrankenversicherung kommst du nicht drumrum oder auch ein einwandfreies Führungszeugnis ist in manchen Ländern notwendig. Dazu kommt natürlich noch der Visumantrag und ggf. eine Beantragung eines Reisepasses.

Wo kann ich Work and Travel machen?

Sydney in Australien lockt Jahr für Jahr mehrere Millionen Touristen an, darunter auch viele Backpacker.

Mit vielen Ländern haben Deutschland, die Schweiz und Österreich ein “Working Holiday Programm” vereinbart und als Staatsbürger:in ist ein Work and Travel dort besonders gut möglich, da du berechtigt bist, bezahlte Jobs anzunehmen. Das Ziel dieses Programms ist in erster Linie der interkulturelle Austausch für junge Menschen, wobei die Finanzierung durch Gelegenheitsarbeiten vor Ort übernommen werden kann.

Zu den beliebtesten Reisezielen zählen die typischen Backpacker Länder AustralienNeuseeland und Kanada. Dort kommst du mit einem guten Schulenglisch zurecht, hast viele Beschäftigungsmöglichkeiten und zudem eine große Auswahl an Sehenswürdigkeiten. Dort triffst du neben der einheimischen Bevölkerung auch sicherlich viele andere Work and Traveller aus aller Welt.

Dies trifft aber natürlich auch auf andere Länder zu, darunter sind ostasiatische, wie Südkorea, Japan, Taiwan und Hongkong oder die südamerikanischen Länder Argentinien, Brasilien, Chile und Uruguay.

Auch die USA wird immer beliebter als Work and Travel Reiseziel. Das Verfahren ist dort jedoch ein etwas anders, denn anstatt des “Working Holiday Visums” brauchst du dort das sogenannte J1-Visum.

Dieses hat ähnliche Bedingungen und ermöglicht dir eine Kombination von Reisen und Arbeiten im Ausland. Ein großer Unterschied ist jedoch, dass du beim J1-Visum schon vor deiner Ausreise eine Jobzusage vorlegen musst. Wenn dieser Job oder ein Praktikum unbezahlt ist, musst du pro Monat deines Aufenthalts 1000 US$ auf deinem Konto nachweisen können.

Welche Jobs kann ich während dem Work and Travel machen?

Es gibt viele Jobmöglichkeiten für Backpacker, so zum Beispiel als Barista

Vorab sollte ganz generell gesagt werden, dass die meisten Work and Traveler kleine Gelegenheits- oder Aushilfsjobs ergreifen. Dabei kommt es natürlich ganz darauf an, ob und welche Vorkenntnisse oder Qualifikationen du bereits aufweist.

Hier ein paar Klassiker:

  • Kellner:in oder Küchenhilfe in der Gastronomie
  • Rezeptionist:in am Empfang oder Zimmer Servicekraft in der Hotellerie
  • Sprachlehrer:in
  • Babysitter oder Au-Pair für groß und klein
  • Lieferfahrer:in für Lieferketten und vieles mehr

Viele Reisende machen sich schon vor ihrem Abflug große Sorgen um die Jobsuche vor Ort. Doch diese Ängste sind meist gar nicht nötig, denn die Auswahl an Arbeit ist riesig und daneben auch oft nicht schwer zu finden.

Vor allem in Australien ist auch die Farmarbeit besonders beliebt und verbreitet. Bei den sogenannten Farm Stays erhältst du üblicherweise keinen oder nur einen sehr geringen Gehalt, bekommst als Alternative aber eine Unterkunft und die Verpflegung gestellt.

Die Auswahl ist, wie du siehst, ziemlich groß und von A bis Z ist in vielen Branchen etwas zu finden. 

Ein kleiner Tipp noch am Rande: informiere dich über dein individuelles Zielland nochmals detaillierter, denn auch hier kann es einzelne Einschränkungen geben, so zum Beispiel mit der Arbeit im medizinischen Bereich.

Wie bekomme ich Jobs bei Work and Travel?

Wie so oft, folgt auf das “was”, das “wie” – Wie findet man Arbeit im Ausland?

Auch hierzu gibt es eine große Auswahl an Möglichkeiten, wobei bestimmt für jeden etwas dabei ist. Die Bewerbung kann von Land zu Land anders verlaufen, aber oft empfiehlt es sich, einen englischen Lebenslauf dabeizuhaben. Manche Arbeitgeber werden dir einen individuellen Bewerbungsbogen reichen, andere vielleicht auch nur ein kurzes Bewerbungsgespräch vereinbaren. 

Wenn du dann vor Ort auf Jobsuche gehst, fang einfach mal in deiner Unterkunft an. Halte auf dem schwarzen Brett nach Jobausschreibungen Ausschau oder frag das Personal, ob sie von einer offenen Stelle gehört haben. So kann es auch vorkommen, dass sie dich direkt für das Hostel einstellen, wenn dort Unterstützung benötigt wird. 

Allgemein gilt beim Work and Travel immer: Sei offen und zeige Eigeninitiative! An einem freien Nachmittag empfiehlt es sich zum Beispiel, direkt in Geschäfte oder Restaurants reinzugehen und nach einem Job zu fragen. Etwas schlimmeres, als dass du abgewiesen wirst, kann dabei ja nicht passieren!

Wenn dir das dann doch etwas zu offen ist, geht das Bewerben natürlich auch über das Internet. Recherchiere nach Jobplattformen, die in deinem Zielland häufig verwendet werden und verschicke ruhig eine Handvoll an Bewerbungen gleichzeitig. Denn das Einzige, auf das Backpacker verzichten sollten, ist ein langer Bewerbungsprozess, welcher es verhindert, weiterzureisen.

Ähnlich kannst du es auch bei Jobmessen versuchen. Google nach sogenannten “Job Fairs” in deiner Umgebung, geh dort hin und nutze die Chance der großen Auswahl an verschiedenen Arbeitgebern!

Tipps und Tricks zur Jobsuche kannst du dir natürlich auch bei anderen, erfahrenen Backpackern holen. Vielleicht ist dort, wo sie arbeiten noch eine weitere Stelle offen oder sie haben vor, bald weiterzureisen und du kannst für sie einspringen. Viele stecken in der gleichen Situation wie du und im Gespräch könnt ihr euch austauschen und auf diese Weise viel voneinander lernen.

Wenn dann doch alle Stricke reißen, lass dir von deiner Organisation helfen, falls du mit einer angereist bist. Oft haben auch diese Kontakte vor Ort und können dir schnell einen Aushilfsjob organisieren.

Wie viel verdiene ich bei Work and Travel? Lässt es sich damit Reisen?

Mit dieser kurzen Übersicht zu den durchschnittlichen Mindestlöhnen in den beliebtesten Work and Travel Ländern könntest du dir berechnen, wie viele Stunden du arbeiten musst, um dir deinen Unterhalt zu verdienen, wie viel du danach noch übrig hast oder ob du doch noch mehr Geld schon zuhause auf die Seite legen solltest, was allgemein sehr ratsam ist:

  • Australien: 18,21 AUD entsprechen in etwa 11,99 €
  • Neuseeland: 17,42 ND entsprechen in etwa 10,76 €
  • USA: 5,76 USD entsprechen in etwa 6,35€
  • Kanada: 12,66 CAD entsprechen in etwa 9,05 € (abhängig von der Region)
  • Japan: 762 Yen entsprechen in etwa 7,40€ (abhängig von der Region)

Diese Frage lässt sich jedoch nicht einfach in einem Satz beantworten, denn die Bedingungen sind von Land zu Land viel zu unterschiedlich.

Die Mindestlöhne unterscheiden sich im jeweiligen Zielland, je nach Region und Arbeitsbereich. 

Außerdem ist natürlich auch zu beachten, ob deine Unterkunft mit inbegriffen ist oder ob du sie selber bezahlen musst. So ist es auch mit anderen Nebenkosten, welche von Land zu Land unterschiedlich und natürlich auch von der Person abhängig sind.

Beachte aber, dass du die tatsächlichen Kosten wahrscheinlich nur schwer berechnen kannst, da der Lebensunterhalt sehr stark von deinem Heimatland variieren kann.

Wie oft und für wie lange kann ich Work and Travel machen?

Insgesamt lässt sich sagen, dass jede Person dieses Visum in der Regel nur einmal im Leben pro Land bekommen kann. In den meisten Fällen läuft dieses nach zwölf Monaten ab und nur in Ausnahmen – wie in Australien oder Neuseeland – kann es noch um ein paar Monate verlängert werden.

Wenn du dich also intensiver mit dem Thema Work and Travel auseinandersetzt, merkst du vielleicht, dass das mit dem Working Holiday Visum oft gar nicht so einfach ist.

Natürlich ist während deines Work and Travel Aufenthalts aber auch eine Kombination aus mehreren Ländern möglich. So zum Beispiel ein Aufenthalt in Australien mit einem Ausflug nach Neuseeland oder auch das Bereisen verschiedener ostasiatischer Länder.

Um ein großes Land wie Australien zu entdecken, brauchst du ordentlich Zeit und es empfiehlt sich natürlich auch, dieses Visum voll auszunutzen! Wenn ein ganzes Jahr dann doch etwas zu viel ist, kannst du es natürlich auch verkürzen. Ein Aufenthalt von mind. sechs Monaten ist aber auf jeden Fall empfehlenswert und in manchen Ländern sogar vorgegeben.

Wie kann ich mich vorab auf Work and Travel vorbereiten und was muss ich mitbringen?

Checkliste

Alles, an was du zur Planung deines Work and Travel Abenteuers denken musst:

  • Destination wählen
  • Datum festlegen
  • Reiseunterlagen zusammensammeln (Reisepass, Visum etc.)
  • Flug und erste Unterkunft buchen
  • Gute Englischkenntnisse (ggf. Sprachkurs einplanen)
  • Medizinischer Check-Up
  • Kreditkarte und Bankkonto vor Ort beantragen
  • Packliste für Backpacker finden

 

Als erstes solltest du dich entscheiden, ob du deine Work and Travel Zeit mit einer Organisation planst oder ob du dir ein eigenes Konzept zusammenstellst.

Die folgenden Sachen sind dann zu berücksichtigen:

Vielleicht hast du schon lange eine Traumdestination im Kopf. Lege diese im ersten Schritt fest. Natürlich muss es nicht bei einem Land bleiben, denn du kannst auch mehrere Destinationen kombinieren.

Daran anschließend solltest du dir ein Abreisedatum festsetzen. Achte dabei darauf, dass du genügend Zeit zum Planen einrechnest – unterschätze diese nicht! Empfohlen wird etwa ein halbes Jahr.

Nun solltest du all deine Unterlagen zusammensammeln. Darunter fällt ein gültiger Reisepass, die Beantragung des Working Holiday Visums, ein internationaler Impfausweis, Versicherungsnachweise, ggf. ein internationaler Studierendenausweis und Führerschein sowie deine Bewerbungsunterlagen. All diese Formalien solltest du am besten auch digital abspeichern, für den Fall, dass dir etwas abhanden kommt.

Die günstigsten Flüge bekommst du, wenn du so früh wie möglich buchst! In deinem nächsten Schritt solltest du dich also daran machen, einen Flug, eine erste Unterkunft und vielleicht auch schon einen ersten Job zu suchen.

Viele Backpacker beginnen in ihrem Zielland auch mit einem Sprachkurs, um sich mit den Leuten vor Ort gut zu verständigen. Allgemein ist ein gutes Englisch, mit welchem du dich in einem Beruf zurecht finden kannst, Voraussetzung und in Zielen mit anderen Landessprachen bietet sich ein Crashkurs an, um zumindest die Grundlagen zu lernen.

Ein medizinischer Check-Up bei deinem Hausarzt oder deiner Hausärztin ist ebenfalls eine gute Idee vor der Ausreise. Im Falle von Pflicht- oder empfohlenen Impfungen sind diese ebenfalls rechtzeitig zu machen.

Das Beantragen einer Kreditkarte ist auch sehr wichtig, damit du auch vor Ort Geld abheben kannst. Häufig macht auch ein Bankkonto im Zielland Sinn.

Auf der Zielgeraden deiner Vorbereitungen geht es nun an das Schreiben einer Packliste. Du kannst dich dabei auch an Listen von verschiedenen Blogs oder Webseiten orientieren. Diese sind sehr empfehlenswert, da sie meist erfahrene Backpacker zusammengestellt haben, in denen sie dir berichten, was du nicht vergessen solltest und was du zuhause lassen kannst.

Alles erledigt?

Dann gilt es in einem letzten Schritt, deine Verträge zuhause zu kündigen, zum Beispiel für das Fitnessstudio, die Bahnkarte oder dein Zeitschriftenabo und nichts wie los!!

 

 

(Bildquelle: Unsplash)