Folge "Wege ins Ausland" bei Facebook Folge "Wege ins Ausland" auf Instagram

Wieso ein Auslandssemester?

Wenn du ein oder zwei Semester an einer ausländischen Hochschule studierst, dann lernst du den Hochschulalltag und dein Studienfach aus der Perspektive einer anderen Kultur kennen. Du kannst bereits erlangte Sprachkenntnisse vertiefen und in deiner Freizeit das Land näher kennenlernen. Zudem erwirbst du interkulturelle Kompetenzen und wertvolle Soft Skills, die für deinen beruflichen Werdegang von Vorteil sind.

 

 

Organisation eines Auslandssemesters

Tipps

Informationsveranstaltungen:

Hochschulen und Universitäten bieten meistens mehrmals im Jahr Informationsveranstaltungen zum Thema Auslandssemester an. Hier können sich Interessierte einen Überblick über die Programme, die möglichen Zielländer und weitere Optionen verschaffen.

Mit der Planung für ein Auslandssemester sollten Studierende 1 Jahr – 1 1/2 Jahre im Voraus beginnen.

Travel is the only thing you buy that makes you richer 

Es gibt verschiedene Herangehensweisen und Startpunkte für die Organisation deines Auslandssemesters. Interessierte können sich beim Akademischen Auslandsamt/International Office der jeweiligen Hochschule informieren. Diese geben Auskunft über Partneruniversitäten und Austauschprogramme. Außerdem bieten private Agenturen oder Plattformen im Internet verschiedene attraktive Angebote zur Organisation eines Auslandssemesters.

Austauschprogramme und Hochschulkooperationen für dein Auslandssemester

Hochschulkooperationen erfolgen meist bilateral zwischen zwei miteinander kooperierenden Instituten. Die Möglichkeiten unterscheiden sich somit von Hochschule zu Hochschule. Institutsunabhängige Austauschprogramme hingegen (bspw. Erasmus, Fulbright) ermöglichen den Austausch über bereits bestehende Ländergrenzen überschreitende Netzwerke.

 

Förderprogramm Erasmus +

Eines der bekanntesten Austauschprogramme ist Erasmus +. Dieses Förderprogramm der Europäischen Union ermöglicht Akademiker/innen den (Hochschul-)Austausch über Ländergrenzen hinweg und fördert die Mobilität von Studierenden. Sowohl Bachelor- als auch Masterstudierende können an einer europäischen Hochschule, welche Partneruniversität des Heimatinstitutes ist, bis zu maximal einem Jahr studieren.

Voraussetzung für die Bewerbung

Die Immatrikulation an einer deutschen oder auch österreichischen Hochschule, ein europäischer Pass sowie ein unbefristeter Aufenthaltsstatus in Deutschland/Österreich sind Voraussetzung. Studierende aus der Schweiz können sich nicht für Erasmus+ bewerben. Meist wird erwartet, dass die Studierenden bereits zwei Semester des Grundstudiums abgeschlossen haben und Sprachkenntnisse des Ziellandes vorweisen. Die Plätze für einen Erasmusaufenthalt sind begrenzt und sehr begehrt. Je nach Studiengang stehen nur einige Partneruniversitäten zur Auswahl. Die Bewerbung findet einmal jährlich, meist Anfang Dezember für einen Studienaufenthalt im darauffolgenden Jahr statt. Die hochschuleigene Homepage gibt die Fristen und Termine frühzeitig bekannt.

Besonderheiten des Erasmus-Programmes

Im Gastland hat man einen oder eine Ansprechpartner/in, der/die bei den bürokratischen Abwicklungen zur Seite steht. Das Erasmus–Programm ist darüberhinaus mit einem Teilstipendium verbunden. Je nach Lebensstandard im Zielland beträgt die finanzielle Förderung zwischen 50-200 € im Monat.

DAADaußereuropäische Austauschprogramme

Das Austauschprogramm DAAD ermöglicht Studierenden durch die Vergabe von Stipendien im außereuropäischen Ausland zu studieren. Jedoch sind die Anforderungen an Bewerber/innen relativ hoch. Um sich für ein Stipendium zu bewerben, sind mehrere Unterlagen einzureichen – darunter ein Motivationsschreiben, Gutachten einer/eines Hochschullehrer/in, beglaubigte Leistungsnachweise, Arbeitsreferenzen und weitere Dokumente.

Fulbright Programm

Stipendiaten des Fulbright Programms haben die Möglichkeit beispielsweise einen 4-9 monatigen Studienaufenthalt in den USA zu absolvieren. Fulbright ist ein Austauschprogramm zwischen den USA und über 180 Staaten. Durch dieses Programm sollen nicht nur leistungsstarke Studierende gefördert werden, sondern auch der Kulturaustausch angeregt werden. Zwischen April bis Juli finden die Ausschreibungen der Stipendien für das kommende Studienjahr statt.

Vermittlungsagenturen für ein Auslandssemester

Im Internet finden sich Plattformen und Agenturen (IEC, College-Contact, Studycheck), die Hilfestellung bei der Planung eines Auslandssemesters geben. Sie verfügen meist über Datenbanken und vermitteln Studienplätze an bis zu 100 Partnerhochschulen weltweit. Für die Kosten des Serviceangebotes kommt in vielen Fällen die Partnerhochschule auf.

Anerkennung der Leistungen nach deinem Auslandssemester

Nach der Rückkehr ist es natürlich wünschenswert, dass die erbrachten Leistungen an der Heimatuniversität anerkannt werden. Dafür gibt es die z.B. sogenannte "Learning Agreements". Diese halten fest, welche Leistungen die Studierenden während ihres Auslandssemesters oder dem Auslandsjahr erbringen müssen. Das ECTS ("European Transfer System") gewährleistet die einheitliche Übertragung der Leistungen durch "Credit Points". In Europa stellt die Anerkennung zumeist kein Problem dar. Bei Studienaufenthalten außerhalb Europas oder an Hochschulen, die keine Partneruniverstäten sind, sollten sich Interessierte vorab über die Bedingungen für die Anerkennung erkundigen. Im Voraus kann ebenfalls ein Learning Agreement erarbeitet werden. Nach Beendigung des Auslandsstudiums sollten sich die Studierenden an der ausländischen Schule ein "Transcript of Records" ausstellen lassen.

Förderung und Finanzierung eines Auslandssemesters

Tipps

Unterstützung bei der Durchführung eines Auslandssemesters:

 

Für selbstorganisierte Auslandssemester können sich Studierende um ein Stipendium bewerben. Im Internet finden sich eine Vielzahl an Stipendiendatenbanken (Stipendienloste, DAAD). So können die monatlich anfallenden Kosten teilweise gedeckt werden. Die Stipendien richten sich teilweise an Studierende eines bestimmten Fachbereiches (z.B. geisteswissenschaftlich) und sind an besondere Eignungen geknüpft. PROMOS (Programm zur Steigerung der Mobilität von deutschen Studierenden), das vom DAAD geförderte Programm bietet den Zugang zu einem Netzwerk an Universitäten sowie Kurzzeitstipendien für bis zu 6 Monate weltweit an. Informationen hierzu gibt es im Auslandsamt der jeweiligen Hochschule. Zu beachten ist, dass die Gastuniversität keine Erasmus-Kooperation mit dem Fachbereich haben darf. Daneben bietet sich der Weg über die bereits vorgestellten Programme Erasmus+, DAAD und Fulbright an.

Bildungskredit

Studierende können unabhängig vom Einkommen und Vermögen der Auszubildenden oder ihrer Eltern beantragt werden. Es erfolgt keine Bonitätsprüfung und Studierende können unkompliziert eine monatliche Ratenzahlung empfangen. Die Rückzahlung in Raten wird 5 Jahre nach der ersten Auszahlung fällig.

Auslands-BAföG

Auch für Personen die keinen Anspruch auf Inlands-BAföG haben, stehen die Chancen gut, dass sie Auslands-BAföG erhalten, da die Förderbeiträge für das Ausland deutlich höher angesetzt sind. Der Beitrag variiert je nach Zielland und orientiert sich am Gehalt der Eltern sowie dem des Antragstellers/ der Antragstellerin. Der Antrag sollte mindestens 6 Monate vor Antritt des Auslandsstudiums beim zuständigen Bafög-Amt eingereicht werden.

 

(Bildquelle: Pixabay / Ron Porter)

Zusammenfassung



Altersgrenze:

18 - 27 Jahre 

Einsatzdauer:

1 Semester - 1 Jahr

Finanzielle Eigenkosten:
  • Lebenshaltungskosten
  • Studiengebühren
  • Weitere Kosten
Finanzielle Förderungen:

Erasmus +, Stipendien, Auslandsbafög

Freie Plätze:

Teilweise begrenzt

Bewerbungsaufwand:

Mittel - hoch

Arbeitsbereich:

Verschiedene Fachbereiche