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Was ist WWOOF?

Eine zeitlich flexiblere Alternative zum "Freiwilligen Ökologischen Jahr" (FÖJ) ist das Programm des gleichnamigen internationalen Netzwerkes "World Wide Opportunities on Organic Farms" (WWOOF). Das Netzwerk vereint landwirtschaftliche Betriebe mit ökologisch nachhaltiger Landwirtschaft, weltweit.

Interessierte, die ihren Auslandsaufenthalt mit Engagement im Umweltschutz verbinden möchten, haben hier die Möglichkeit, ökologische Freiwilligenarbeit im Ausland zu leisten. Beim sogenannten "WWOOFen" geht es darum, einen der weltweiten Bio-Bauernhöfe ehrenamtlich zu unterstützen. Du erhältst von der Farm für deinen Einsatz als Freiwillige/r eine kostenlose Unterkunft und Verpflegung.

Bauernhöfe und landwirtschaftliche Konzepte

Bauernhöfe und landwirtschaftliche Konzepte

Die meisten Höfe, die am WWOOF Programm teilnehmen, praktizieren entweder eine Form der Landwirtschaft die sich "Permakultur" nennt, oder die "Biologisch-dynamische Landwirtschaft" (wwoof.net).

 

Was ist Permakultur?

Bei der Permakultur geht es um die ethisch verantwortungsvolle Gestaltung der menschlichen Lebensräume im Einklang mit der Natur. Permakultur-Farmer schaffen nutzbringende Ökosysteme, von denen Mensch, Tier und Natur profitieren (permakultur.net). Durch effiziente Tier- und Pflanzen-Kombinationen in Nutz-Gärten kann auf künstliche Düngemittel verzichtet und ein nachhaltiger Ertrag gewährleistet werden. 

 

Was ist biologisch-dynamische Landwirtschaft?

Auch in der Biologisch-dynamischen Landwirtschaft verzichtet man auf künstliche Düngemittel und achtet die Würde der Nutztiere. Die natürlichen Ressourcen sollen geschont werden: Die Kräfte des Bodens, der Pflanzen, der Tiere und am Ende auch des Menschen werden so wiederbelebt. Sogenannte "biologisch-dynamische Präparate" sollen dies ermöglichen (demeter.de).

 

Individuelle Biohof-Konzepte

Neben gewerblichen Hof-Konzepten gibt es Selbstversorgungs-Höfe, privat geführte Höfe von Familien oder Einzelpersonen, Hof-Kooperativen/Genossenschaften, alternative Lebens- und Dorfgemeinschaften, sowie Eco-Dörfer/ Umweltfreundliche Dörfer.

Tätigkeitsbereiche und Formen der Unterkunft bei WWOOF

Die Tätigkeiten sind breit gefächert und richten sich nach dem Konzept der jeweiligen Farm. Sie reichen vom Bestellen der Felder über die Ernte bis hin zur Fütterung und Pflege der Tiere. Des Weiteren können Freiwillige bei der Garten- oder Waldarbeit mit anpacken. An manchen Höfen besteht außerdem die Möglichkeit bei der Wein-, Käse- oder Brotherstellung mitzuhelfen.

Die Volunteers leben während des Einsatzes meist direkt auf oder in der Nähe der Farm. Die Wohnmöglichkeiten fallen sehr unterschiedlich aus. Ein Zimmer bei einer Gastfamilie, Wohnwägen, Zelte oder ein Schlafplatz im Heuboden erwarten die Freiwilligen.

Voraussetzungen um WWOOFen zu können

Für den Einsatz mit WWOOF gibt es keine einheitliche Altersbegrenzung. Diese variiert von Land zu Land und Hof zu Hof. Meist müssen die Teilnehmenden jedoch mindestens 18 Jahre alt sein. Die Freiwilligen des WWOOF-Programmes sollten außerdem körperlich fit und bereit sein, mehrere Stunden täglich mit körperlicher Arbeit zu verbringen. Grundkenntnisse der Landessprache sind meistens Pflicht.

Wie finde ich den passenden Hof?

Interessierte können sich auf der internationalen Website von WWOOF (wwoofinternational.org) über die möglichen Zielländer und die teilnehmenden WWOOF-Höfe informieren. Ein Länder-Suchfeld auf der Website führt zur WWOOF-Zentralstelle des jeweiligen Ziellandes. Dort sind die teilnehmenden Bauernhöfe gelistet, sowie genaue Informationen und Adressen nachlesbar.

Was gibt es bei der Bewerbung zu beachten?

Um WWOOFer/in zu werden, müssen sich Interessierte zunächst für ein Zielland entscheiden. Gegen eine geringe Gebühr werden sie im WWOOF-Verband des jeweiligen Landes Mitglied und erhalten eine Liste mit allen Bauernhöfen, auf denen WWOOFen möglich ist. Bei der Entscheidung für eine Farm sollte man die Konditionen der einzelnen Farmen miteinander vergleichen.

Ist die Wahl getroffen, können die Interessierten direkt mit dem jeweiligen Hof Kontakt aufnehmen um alle weiteren Details zu klären. Bestimmte Bewerbungs- oder Anmeldefristen gibt es nicht. Sofern Plätze auf der Farm verfügbar sind, kann die Farmarbeit schon wenige Tage nach der Anmeldung beginnen.

Kosten und Finanzierung

Die Kosten für Unterkunft und Verpflegung werden von den einzelnen Höfen übernommen. Alle weiteren Kosten tragen die Teilnehmenden selbst. Dazu zählen die Flug- und Reisegebühren, die Kosten für das Visum und die Auslandsversicherungen sowie die in der Freizeit anfallende Ausgaben. Um die Eigenkosten in Grenzen zu halten, können die Teilnehmenden vorab einen privaten Spenden- bzw. Förderkreis gründen.

 

(Bildquellen: Pixabay / Unsplash, Pixabay / fotshot)

Zusammenfassung



Altersgrenze:

unterschiedlich je nach Land/ Einsatzstelle, i.d.R. ab 18

Einsatzdauer:

variiert je nach Hof

Finanzielle Eigenkosten:
  • Reisekosten
  • Visum
  • Vericherungen
  • Mitgliedgebühr ca. €20
Einsatzbedingungen:

i.d.R. Englischkenntnisse bzw. Kenntnisse in der Landessprache

Zielländer:

weltweit

Finanzielle Förderungen:

Unterkunft und Verpflegung

Freie Plätze:

viele

Bewerbungsaufwand:
  • Mitgliedschaft beim WWOOF Verband des Ziellandes
  • Kontaktaufnahme mit gewünschtem Hof
Arbeitsbereich:

ökologischer Bereich