Im Ausland arbeiten
Bereits im Kindesalter hast du dich gefragt: "Was möchte ich einmal werden?". Im Laufe der Schulzeit hattest du Zeit für die Entwicklung deiner Talente und Interessen – eine wichtige Basis für deine berufliche Zukunft. Doch plötzlich - spätestens nach dem Schulabschluss – kommt der Zeitpunkt, an dem von dir erwartet wird dich für eine richtungsweisende Berufsausbildung oder ein Studium zu entscheiden. Doch du möchtest erst einmal beruflich orientieren, praktisch mit anpacken und die Welt sehen bevor "der Ernst des Lebens" losgeht? Die Antwort lautet: Berufsorientierung im Ausland!
Dir stehen zahlreiche Möglichkeiten offen während eines Auslandsaufenthaltes erste praktische Einblicke in die Berufswelt zu sammeln. Eine großartige Chance, deinen Horizont zu erweitern und dich persönlich weiterzuentwickeln! Im Folgenden findest du hilfreiche Infos und Tipps für deine Berufsorientierung im Ausland! Der Fokus liegt dabei auf der Berufsorientierung durch praktische Arbeitserfahrung.
- Vorteile eines Auslandsaufenthaltes zur Berufsorientierung
- Mögliche Auslandsaufenthalte und Zielländer zur Berufsorientierung
- Zeitpunkt und Dauer deines Auslandsaufenthaltes
- Tipps zur Planung deines praktisch orientierten Aufenthalts im Ausland
- Auslandsaufenthalt selbst organisieren
- Auslandsaufenthalte mit Agenturen, Organisationen und Anbietern
Vorteile eines Auslandsaufenthaltes zur Berufsorientierung
In Zeiten der Globalisierung werden Auslandserfahrungen immer wichtiger. Bewerber/innen, die einen Auslandsaufenthalt vorweisen können, werden von international arbeitenden Unternehmen häufig bevorzugt. Die Berufsorientierung im Ausland kann dir bei deinem späteren Berufseinstieg also große Vorteile verschaffen. Denn Arbeitgeber wissen, welche Kompetenzen du mitbringst, wenn du bereits eine längere Zeit im Ausland warst. Das Planen und Umsetzen eines Auslandsaufenthaltes erfordert ein gewisses Maß an Mut, Eigenständigkeit und Offenheit. Außerdem ermöglicht dir dieser, deine Sprachkenntnisse zu verbessern und interkulturelle Kompetenzen zu erwerben. Diese Kompetenzen wissen auch Arbeitgeber/innen und Personaler/innen zu schätzen. Doch welche Auslandsaufenthalte bieten sich an für deine Berufsorientierung?
Mögliche Auslandsaufenthalte und Zielländer zur Berufsorientierung
Ein Auslandspraktikum eignet sich ideal, um dich beruflich zu orientieren. Heutzutage gibt es weltweit und nahezu in allen Branchen und Berufsbereichen Praktikumsstellen für internationale Bewerber/innen im Ausland. Ein Auslandspraktikum ermöglicht dir, Einblick in einen bestimmten Beruf zu erhalten, den Arbeitsalltag in einem anderen Land kennen zu lernen und praktische Erfahrungen zu sammeln.
Auch Freiwilligenarbeit ist eine tolle Möglichkeit, dir Klarheit über deine Berufswünsche zu Verschaffen. Dir stehen sowohl staatlich geförderte Freiwilligendienste (vorgegebener Zeitraum) als auch nicht geförderte Freiwilligendienste privater Anbieter (zeitraum flexibel wählbar) offen. Während du dich in einem gemeinnützigen Projekt in einem Entwicklungs- oder Schwellenland engagierst, sammelst du Arbeitserfahrung in einem bestimmten Berufsfeld. Mögliche Bereiche sind beispielsweise Unterrichten, Soziales, Ökologisches, Handwerk, Natur- und Tierschutz, Kultur, Psychologie und Medizin.
Überlegst du, später einmal im sozialen Bereich und mit Kindern zu arbeiten, so bietet sich z.B. ein Au Pair Aufenthalt an. Dabei kümmerst du dich um die Kinder einer Gastfamilie im Ausland und machst wertvolle Erfahrungen in der Kinderbetreuung. Au Pair kannst du in den USA, in Australien, Neuseeland, West- und Nordeuropa machen.
Work and Travel oder auch Workation sind großartige Möglichkeiten, um das Arbeiten mit dem Reisen zu verbinden. Durch Gelegenheitsjobs besserst du deine Reisekasse auf. Dabei erhältst du natürlich auch Einblick in die Arbeitswelt vor Ort. Mögliche Zielländer sind zum Beispiel Australien, Kanada, Neuseeland, Südkorea, Taiwan und die USA.
Zeitpunkt und Dauer deines Auslandsaufenthaltes
Generell gilt: Je länger dein Auslandsaufenthalt, desto mehr Erfahrung kannst du sammeln. Eine ideale Dauer gibt es jedoch nicht. Da Schüler/innen an die Schulpflicht gebunden sind, müssen sie ihren berufsorientierenden Auslandsaufenthalt auf die Ferien legen (z.B. Sommerferien). Nach der Schulzeit hast du die größte Flexibilität. Viele Absolvent/innen machen nach dem Abitur bzw. Abschluss beispielsweise erst einmal ein Auslandsjahr. Während des Studiums eignen sich die Semesterferien und auch die Zeit zwischen dem Bachelor und Master. Auch nach dem Studium kann die Zeit flexibel zur Berufsorientierung im Ausland genutzt werden. Manche Ausbildungen und Studiengänge schreiben sogar berufsorientierende Pflichtaufenthalte wie z.B. ein Praktikum im Ausland vor. Hier muss dein Aufenthalt oftmals eine Mindestdauer erfüllen.
Tipps zur Planung deines praktisch orientierten Aufenthalts im Ausland
Vorüberlegungen
Bevor du dich für einen berufsorientierenden Auslandsaufenthalt entscheidest, solltest du dir überlegen, wo deine Stärken und Interessen liegen. Schließlich soll dir dein Auslandsaufenthalt auch Spaß machen, dich weiter bringen und dich mit Erfolgserlebnissen belohnen. Weiterhin kannst du dir eine Liste machen mit Go’s und No-Go’s z.B. mit den Bereichen, die dich besonders reizen oder mit Ländern, in die du auf keinen Fall reisen möchtest. Auch über die Dauer deiner Auslandszeit sowie die Finanzierungsmöglichkeiten sowie die voraussichtlichen Lebenshaltungskosten solltest du dir Gedanken machen. Anschließend geht es an die gezielte Suche nach einem Auslandsaufenthalt.
Auslandsaufenthalt selbst organisieren
Tipps
Auslandsaufenthalte selbst organisieren:
- Praktikum im Ausland finden: www.auslandspraktikum.de
- Jobs im Ausland finden: www.auslandsjob.de
- Au Pair selbst organisieren
- Work and Travel selbst organisieren
Möchtest du diesen selbst organisieren, kannst du im Netz in diversen Börsen und Portalen beispielsweise nach einer Au Pair Familie, einem Praktikumsplatz, einem Projekt oder Jobs für Work and Travel suchen. Auf der Seite der Auslandsvermittlung der Bundesagentur für Arbeit findest du z.B. eine Jobbörse für Jobs und Praktika im Ausland sowie Tipps für die eigenständige Suche. Bei der Selbstorganisation ist allerdings Sorgfalt und eine gründliche Vorbereitung geboten! Denn auf deinem Weg zum Auslandsaufenthalt musst du noch Einiges erledigen: Visum beantragen, Auslandsversicherungen abschließen, Flüge buchen, Unterkunft finden und eventuell Verträge abschließen. Hier kommt eine Menge zusammen.
Auslandsaufenthalte mit Agenturen, Organisationen und Anbietern
Tipps
Beispiele für Auslandsaufenthalte mit einer Organisation
Unterstützung bieten gemeinnützige Organisationen, Agenturen und private Anbieter, die dir einen Auslandsaufenthalt vermitteln und dir bei deinen Vorbereitungen helfen.
Informiere dich vorab unbedingt umfassend, sodass du an eine seriöse Organisation/Agentur bzw. einen verantwortungsvollen Anbieter gerätst. Stöbere hierzu auf den Websites der Anbieter und lies dir Erfahrungsberichte durch. Auch der Besuch von Job- und Auslandsmessen wie z.B. der "Jugend Bildungsmesse JuBi" bietet sich an, um einen passenden Auslandsaufenthalt für dich zu finden. Hier kannst du dich mit Ehemaligen und Mitarbeitenden der Organisationen, Anbieter und Firmen austauschen. Viele Hochschulen bieten darüber hinaus für Studierende einen Careerservice an, der dir zum Beispiel dabei hilft dein Auslandspraktikum mit Erasmus+ (EU Programm für Bildung, Jugend und Sport) zu organisieren.
(Bildquelle: Pixabay / Hans Braxmeier; Textquellen: arbeitsagentur.de, rausvonzuhaus.de, uni-muenster.de, yfu.de)



